Herstellung

Firmeneigener ökozertifizierter Heilpflanzenanbau

Gute Essenzen – gutes Ausgangsmaterial!

Die Essenzen stammen noch aus dem Bestand von Staufen-Pharma, aus ihrem ökozertifizierten Heilpflanzenanbau. In den Randbereichen der Anbaufläche wurden mit Bäumen, Sträuchern, kleinen Öd-Flächen, linearen Staunässebereichen, Teich- und Sumpfzonen naturnahe Lebensräume geschaffen, in denen bestimmte Heilpflanzen entsprechend ihrem natürlichen Vorkommen gemeinsam kultiviert wurden. Besonders in diesen individuell angelegten, ökologischen Bereichen fanden viele heimische, z.T. geschützte Tierarten wie z.B. Laubfrosch, Gelbbauchunke, Mauswiesel, Spitzmäuse, Laubsänger, u.a. ihren spezifischen Lebensraum. Sie sind als Schädlingsvertilger gern gesehene Gäste.

Diese Anbauweise bedingte zwar einen Mehraufwand an Kosten und Pflege, wirkte sich aber letztlich auf die Entwicklung der Arzneipflanze sowie die Synthese ihrer Inhaltsstoffe vorteilhaft aus und kommt damit unmittelbar der Qualität der spagyrischen Essenz zu Gute.

Sowohl die pflegeintensive Parzellierung als auch die Maßnahme, dass im Rahmen der Kulturfolge nur verwandtschaftlich sehr weit voneinander entfernte Arten angebaut wurden, trug entscheidend zur Vorbeugung von Schädlingsbefall bei. Aufgrund der Artenvielfalt wurde der ökozertifizierter Heilpflanzengarten von hochqualifizierten Mitarbeitern rein manuell nach biologisch-ökologischen Kriterien und streng nach den GAP-Richtlinien der EU bewirtschaftet.

Herbizide, Insektizide, Pestizide, chemische Düngemittel und organische Dünger tierischen Ursprungs wurden nicht verwendet. Nur Gründüngung und geringfügige Kompostgaben kamen zum Einsatz. Die Arzneipflanzen wurden zur Zeit ihrer vollsten Blüte in mühevoller Handarbeit geerntet, verlesen, gereinigt und unmittelbar in den spagyrischen Herstellungsprozess überführt. Sämtliche Verarbeitungsschritte unterlagen umfassenden und strengen In-Prozess-Kontrollen.

Spagyrische Herstellung nach Dr. Zimpel. Gärung, Destillation, Veraschung und Vereinigung

Die Produktion der spagyrischen Essenzen nach Zimpel ist heute durch die Vorschriften 25 bzw. 26 im Homöopathischen Arzneibuch HAB genau vorgegeben und umfasst vier prinzipielle Schritte. Frische Pflanzen werden nach Vorschrift 25, getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile nach Vorschrift 26 verarbeitet. Die Arzneipflanzen werden zerkleinert und anschließend unter Zusatz von Wasser und Hefe bei einer Temperatur von 20°-25°C vergoren. Nach Abschluss der Gärung wird das fermentativ umgewandelte Pflanzenmaterial einer Wasserdampfdestillation unterzogen.

Dabei trennen sich leicht flüchtige Stoffe wie ätherische Öle und Alkohol von der Ausgangssubstanz und kondensieren in Form eines aromatischen Destillates. Alkaloide, Glykoside und Gerbstoffe treten i. d. R. nicht ins Destillat über. Der Destillationsrückstand wird abgepresst, getrocknet und bei ca. 400°C verascht. Durch die Veraschung (Kalzination) werden die wertvollen Mineralstoffe und Spurenelemente des getrockneten Rückstands aus ihren organischen Verbindungen gelöst und liegen nun überwiegend als Carbonate, Oxide, Phosphate, Silicate, Sulfate, etc. vor.

Die Pflanzenasche wird nunmehr vollständig dem Destillat beigemischt. Soweit löslich gehen die Salze in die spagyrische Essenz über. Die unlöslichen Bestandteile setzen sich ab und werden nach 48 Stunden abfiltriert. Das Filtrat ist die SPAGYRISCHE URTINKTUR, das SPAGYRISCHE HEILMITTEL NACH ZIMPEL.

Bei der spagyrischen Aufarbeitung münden somit schonend auftrennende Herstellungsprozesse in eine gezielte Wiedervereinigung ein: "Chaos wird wieder zu einem geordneten Ganzen". Der Sinn dieses aufwendigen Verfahrens besteht v.a. darin, auch die empfindlichen ätherischen Öle und Duftstoffe sowie die in den Pflanzen enthaltenen Mineralsalze zu gewinnen, die dadurch Bestandteile der spagyrischen Urtinkturen (= Essenzen) werden.

Spagyrische Essenzen enthalten somit die wasserdampfflüchtigen Pflanzeninhaltsstoffe und die löslichen Salze der Asche. Sie sind in der Regel farblos oder gelblich gefärbt und haben meist einen intensiven, aromatischen Geruch. In Bezug auf Toxizität kann gewöhnlich bereits die Urtinktur zur Therapie eingesetzt werden, da die meisten giftigen Pflanzeninhaltsstoffe aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften nicht ins Destillat übergehen.