Inhaltsstoffe Übersicht- Arzneimittelbilder der spagyrischen Essenzen von Phönix Laboratorium GmbH
Absinthium der Wermut
Magenübersäuerung, Sodbrennen, saures Aufstoßen, bei Erkrankungen zum Aufbau des Hungergefühls, sollte bei Menschen angewendet werden, die keine Gallenblase mehr besitzen.
Emotional: Depressiv und schwermütig nach psychischer Überlastung, man hat sich völlig isoliert. Zur Anregung des Lebensflusses und der Lebensenergie. Bringt Licht ins Dunkle der Seele. Heilt alte Verletzungen und bringt Leichtigkeit, Glaube und Hoffnung in den Prozess des Lebens.
Acidum arsenicosum
Acidum arsenicosum wirkt kräftigend auf einen geschwächten Organismus, insbesondere nach oder während akuter Erkrankungen. Es ist ein zentrales Mittel bei entzündlichen Prozessen aller Schweregrade, unabhängig davon, ob diese den Magen-Darm-Trakt, die Atemwege, die Schleimhäute oder andere Organsysteme betreffen.
Typisch sind brennende Schmerzen, vor allem im Magen, wie sie bei akuter Gastritis oder Gastroenteritis mit Erbrechen und Diarrhoe auftreten. Der Körper befindet sich im Alarmzustand: Entzündung als Ausdruck von Abwehr, Reinigung und Grenzziehung.
Kennzeichnend sind Schlaflosigkeit um Mitternacht sowie ein quälender, beständiger Durst nach kleinen Schlucken – ein Bild tiefer innerer Unruhe bei gleichzeitiger Erschöpfung. Auch Infektionen des Respirationstraktes und der Augen fallen in das Wirkungsspektrum dieses Mittels.
Aconit der Sturmhut
Aconitum ist ein zentrales Akutmittel bei plötzlich einsetzenden Erkrankungen mit hoher Intensität. Typisch sind heftige Beschwerden mit großer innerer Unruhe, Angst und ausgeprägter Todesangst. Der Organismus befindet sich in Alarmbereitschaft, das Nervensystem ist überreizt.
Körperlich zeigt sich dies in akuten Fieberzuständen ohne Schweiß, trockener und heißer Haut, einem harten, stoßenden Puls sowie einer angestrengten Herztätigkeit. Aconitum wirkt regulierend auf den Herz-Atem-Rhythmus und beruhigend auf das vegetative Nervensystem.
Schmerzhaft-neuralgische Zustände sind charakteristisch: Nervenschmerzen nach grippalen Infekten, generalisierte Neuralgien, insbesondere der Trigeminusnerv, starke Zahnschmerzen, schmerzhafte Herzbeschwerden sowie explosionsartig auftretende, zersprengende Kopfschmerzen.
Auch nach Schockzuständen – körperlich oder seelisch – ist Aconitum ein wichtiges Mittel, um den Organismus wieder in einen regulierbaren Zustand zu führen.
Aesculus hippocantum
Aesculus ist ein zentrales Mittel bei venösen Stauungszuständen und deren Folgeerkrankungen. Typisch sind Hämorrhoiden, Krampfadern, geschwollene Füße sowie Beschwerden infolge einer Pfortaderstauung. Der Blut- und Energiefluss ist verlangsamt, es entsteht Druck, Schwere und Schmerz.
Begleitend treten häufig Lenden-Kreuzbein-Schmerzen sowie rheumatische und neuralgische Beschwerden auf, die den Zusammenhang zwischen aufrechter Haltung, Durchfluss und innerer Stabilität widerspiegeln.
Im kardiovaskulären Bereich wirkt Aesculus unterstützend bei Herzerkrankungen mit kardialen Ödemen. Es stärkt indirekt den Herzmuskel, indem es den venösen Rückstrom erleichtert und die periphere Stauung entlastet.
Agnus castus der Mönchspfeffer
Agnus castus ist ein zentrales Mittel bei hormonell-vegetativen Dysbalancen. Besonders im weiblichen Organismus wirkt es regulierend auf den Zyklus, auf prämenstruelle Beschwerden sowie auf Störungen der Fruchtbarkeit. Es fördert die hormonelle Kommunikation zwischen Hypophyse, Ovarien und Nebennieren und unterstützt damit die natürliche Rhythmik des weiblichen Systems.
Anwendungsgebiete umfassen PMS, Wechseljahrbeschwerden, Dysmenorrhoe sowie Milch-mangel in der Stillzeit. Darüber hinaus wird Agnus castus bei Akne vulgaris, Haarausfall und Zeichen vorzeitiger Alterung eingesetzt – Ausdruck einer erschöpften hormonellen Steuerung.
Auch ein Nachlassen der geistigen und sexuellen Leistungsfähigkeit, bei Frauen wie bei Männern, fällt in sein Wirkungsspektrum. Die Verbindung zu den Nebennieren verweist auf das Zusammenspiel von Stress, Erschöpfung und hormoneller Dysregulation.
Allium cepa die Küchenzwiebel
Allium cepa ist ein zentrales Mittel bei brennenden Reizungen der Schleimhäute von Nase und Augen. Typisch sind akute Rhinitis mit wässrigem, klarem Schnupfen sowie akute Konjunktivitis, begleitet von starkem Tränenfluss. Auch Entzündungen von Rachen und Kehlkopf fallen in sein Wirkungsspektrum.
Die Pflanze wirkt auswurffördernd, entzündungshemmend und antibakteriell und zeigt eine ausgeprägte Wirkung bei krampfartigem Husten, Asthma bronchiale sowie bei schleimassoziierten Atemwegserkrankungen.
Darüber hinaus unterstützt Allium cepa den Verdauungstrakt bei Blähungskoliken und Meteorismus, wirkt harntreibend und schweißfördernd, regt den Appetit an und wird traditionell bei Blasenkatarrhen sowie als Wurmmittel eingesetzt. Auch Neuralgien, insbesondere nach Amputationen, gehören zum klassischen Anwendungsbereich.
Angelica archangelica die Engelwurz
Angelica archangelica ist ein klassisches Magen- und Verdauungsmittel. Sie regt die Sekretion von Magen- und Pankreassaft an, wirkt unterstützend bei Magenschleimhautentzündungen, Blähungen, Appetitlosigkeit und funktionellen Verdauungsstörungen.
Ihr Wirkungsbereich reicht darüber hinaus in das Nieren-, Lymph- und Schleimhautsystem, insbesondere im Brustraum. Diese enge Verbindung zum lymphatischen Fluss erklärt ihren früheren Namen Brustwurz.
Angelica wird außerdem bei fieberhaften Zuständen, rheumatischen Beschwerden und Gicht eingesetzt – überall dort, wo Stoffwechsel, Wärme und Bewegung ins Stocken geraten sind.
Aralia racemosa die amerikanische Narde
Aralia racemosa ist eine spagyrische Essenz mit klarem Schwerpunkt auf den Atemwegen. Sie wirkt besonders bei asthmatischen Anfällen mit Erstickungsgefühl, bei Bronchialasthma, trockenem, krampfartigem Kitzelhusten sowie bei chronischem Schnupfen und Heuschnupfen.
Charakteristisch sind häufiges Niesen mit reichlichem, klarem Schleimabgang sowie ein trockener, irritativer Husten, der sich nachts und beim Hinlegen deutlich verschlimmert. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf Reize – Ausdruck einer allergischen Grunddynamik.
Aralia zeigt ausgeprägte antiallergische und entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt regulierend auf das überreizte Schleimhautsystem von Nase, Bronchien und oberen Atemwegen.
Arnica montana der Bergwohlverleih
Arnica ist das klassische Mittel bei Folgen mechanischer Verletzungen wie Schlag, Stoß, Prellung und Quetschung. Es unterstützt die Wundheilung, auch bei entzündlichen und eitrigen Prozessen, und wirkt antiphlogistisch sowie mikrozirkulationsfördernd.
Typisch ist ein ausgeprägtes Zerschlagenheitsgefühl mit Schwäche, Müdigkeit und Kreislauf-störungen. Der Betroffene ist außerordentlich empfindlich – Berührung wird schlecht toleriert, das Bett erscheint zu hart. Gleichzeitig besteht eine Neigung zu Stauungen, Blutungen und fauligen Zersetzungsprozessen.
Im Verdauungsbereich zeigen sich übelriechende Stühle, fauliger Mundgeruch und Aufstoßen wie nach faulen Eiern. Die Zunge ist häufig weiß oder gelb belegt, trocken, mit einem braunen Längsstreifen in der Mitte und einem charakteristischen „Beißgefühl“.
Arnica wirkt darüber hinaus auf Herz und Gefäße: bewährt bei Herzhypertrophie, Arteriosklerose, nach Schlaganfall sowie bei Schwindel infolge gestörter Mikrozirkulation. Auch bei Blutungen und Gefäßfragilität ist es ein zentrales Mittel.
Ein oft unterschätztes Einsatzgebiet ist der Hals-Nasen-Ohren-Bereich: schmerzhafter, erschütternder Husten, Stimmbandprobleme sowie die Kräftigung der Stimme bei Sängern, Lehrern und Rednern.
Artemisia annua der einjährige Beifuß
Artemisia annua ist bekannt für ihre starke antivirale und antibakterielle Wirkung. Ihr Einsatz-gebiet umfasst virale Belastungen wie Epstein-Barr-Virus, Herpes-Infektionen, Hepatitis-assoziierte Zustände sowie fieberhafte Atemwegserkrankungen. Historisch wie aktuell ist sie vor allem aus der Behandlung schwerer Infektionskrankheiten bekannt.
Darüber hinaus zeigt sie Wirksamkeit gegenüber antibiotikaresistenten Keimen sowie gegenüber Helicobacter pylori. In der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt Artemisia annua als blutreinigend und hochwirksam gegen Parasiten und andere Infektionserreger.
Auf der Hautebene finden sich juckende Bläschen, Akne, Pilzerkrankungen und Fußpilz als typische Ausdrucksformen einer inneren Belastung, die nach außen drängt. Auch Herz-Kreislauf-Beschwerden, Hämorrhoiden und systemische Entzündungszustände können Teil ihres Wirkungsfeldes sein.
Avena sativa der Hafer
Avena sativa ist ein klassisches Aufbau- und Tonikum für Körper, Geist und Seele. Es wirkt beruhigend bei nervösen Reizzuständen, Übererregbarkeit und Schlaflosigkeit. Besonders bewährt ist es bei nervöser Erschöpfung infolge von Stress, Überarbeitung oder langanhaltender innerer Anspannung.
Bei Kindern fördert Avena einen erholsamen, tiefen Schlaf. Auch nach fieberhaften Infekten oder Grippe, wenn Appetitlosigkeit und Schlafstörungen bestehen, unterstützt es die Regeneration.
Ein weiteres Wirkungsfeld zeigt sich bei Neigung zu Genussmittelkonsum und Zuständen übersteigerter Ekstase, ebenso bei Konzentrationsstörungen. Die Sexualität kann – insbesondere beim Mann – als Ursache allgemeiner Schwäche und Erschöpfung erlebt werden; Avena wirkt hier ausgleichend und kräftigend.
Belladonna die Tollkirsche
Belladonna ist ein zentrales Akutmittel bei plötzlich einsetzenden Erkrankungen mit intensiver Hitze und Entzündung. Betroffen sind vor allem Mandeln, Atemwege, Magen-Darm-Trakt, Harn- und Geschlechtsorgane, Gehirnhäute, Haut und Gelenke.
Typisch ist ein starker Blutandrang zum Kopf mit klopfenden, hämmernden Kopfschmerzen. Das Gesicht ist hochrot, die Haut heiß und feucht, oft rechtsbetont. Die Schleimhäute sind gerötet, trocken oder brennend entzündet.
Die Unruhe entspringt weniger Angst als einem deliranten Erregungszustand. Gedanken und Wahrnehmungen überschlagen sich, die Reizschwelle ist extrem niedrig. Krämpfe und krampfartige Zustände – etwa Magenkrämpfe, Neuralgien, Migräne oder spastische Schmerzen – gehören ebenso zum Bild wie hohes Fieber, Scharlach und akute Entzündungsprozesse.
Spagyrisch wirkt Belladonna fiebersenkend, entstauend und entzündungshemmend. Sie bringt Hitze, Schmerz und Krampf rasch zum Abklingen und beruhigt gleichzeitig das übererregte Nervensystem.
Betula alba die Birke
Betula alba ist ein klassisches Ausleitungs- und Nierenmittel. Sie aktiviert die Nierenfunktion, ohne das Nierenparenchym zu reizen, und eignet sich daher auch bei chronischen Zuständen.
Anwendungsgebiete umfassen chronische Nephritis, Gicht, Arthritis sowie Hauterkrankungen wie Flechten und Hautausschläge, die als Ausdruck innerer Belastung und unvollständiger Ausscheidung verstanden werden können.
Durch ihre schweiß- und harntreibende Wirkung unterstützt Betula die Entlastung des Stoffwechsels und fördert die Ausleitung von Säuren und Stoffwechselendprodukten.
Bolus alba der weiße Ton
Bolus alba wirkt primär bindend, beruhigend und schützend. Als fein strukturierte Tonerde besitzt Kaolin die Fähigkeit, überschüssige Säuren, Toxine und bakterielle Stoffwechselprodukte aufzunehmen und aus dem Organismus auszuleiten. Besonders bewährt bei Tonsillitis, akuten und chronischen Durchfällen sowie bei gereizten, entzündeten Schleimhäuten von Magen und Darm. Die Wirkung ähnelt medizinischer Kohle, ist jedoch milder, stabilisierender und regenerativer.
Bryonia die Zaunrübe
Bryonia ist ein wichtiges Mittel bei Trockenheit der Schleimhäute, stechenden Gelenkschmerzen, Lumbago und entzündlichen Reizzuständen der serösen Häute. Besonders betroffen sind Gelenke, Muskeln, Sehnen sowie die Atemwege. Typisch sind scharfe, stechende Schmerzen, die sich bereits bei geringster Bewegung deutlich verschlimmern. Ruhe und fester Druck hingegen bringen Erleichterung. Neben dem Bewegungsapparat wirkt Bryonia auch auf den Verdauungstrakt sowie den Leber-Galle-Bereich. Häufige Stiche in Leber und Milz, Darmkoliken sowie funktionelle Störungen des Verdauungskanals gehören zum Bild. Bryonia wirkt hier regulierend, ableitend und entzündungshemmend.
Traditionell findet Bryonia Anwendung bei akuten Infektionskrankheiten wie Masern und Scharlach sowie bei Spätfolgen chronischer Infektionen. Auch laxierende, brechreizlindernde und diuretische Eigenschaften sind beschrieben.
Cannabis sativa der Hanfsamen
Cannabis sativa gilt als eines der wirksamsten Schmerzmittel innerhalb der Spagyrik. Es wird eingesetzt bei akuten und chronischen Schmerzsyndromen, insbesondere bei Verspannungen, Kopfschmerzen, Migräne, Gesichts- und Trigeminusneuralgien, Ischialgie, Gicht sowie generalisierten Schmerzzuständen.
Besonders bewährt hat sich Cannabis bei austherapierten Schmerzpatienten, bei denen es hilft, wieder ein inneres Gleichgewicht zwischen Schmerzempfinden, Nervensystem und Bewusstsein herzustellen.
Weitere Anwendungsgebiete umfassen Übelkeit, insbesondere nach belastenden Therapien, sowie Folgen von Drogenkonsum und nervlicher Überreizung.
Im Urogenitalbereich zeigt sich ein Bild von Katarrhen des Harnapparates mit starkem Harndrang und Brennen entlang der Harnröhre, begleitet von Nierenschmerzen.
Im Atemtrakt kann Cannabis unterstützend wirken bei Asthma mit zähem, grünlichem Auswurf. In der Erfahrungsheilkunde wird es zudem bei altersbedingter Augenschwäche mit Trübungen von Hornhaut, Glaskörper und Linse eingesetzt.
Cardiospermum = Ballonsamen
Cardiospermum gilt als das sogenannte „spagyrische Cortison“, da es eine cortisonähnliche, jedoch regulierende Wirkung auf entzündliche und allergische Prozesse zeigt – ohne deren unterdrückenden Charakter.
Im Vordergrund stehen entzündliche und allergische Hauterkrankungen wie Ekzeme, Urtikaria, Hautjucken, Arznei- und Waschmittelausschläge sowie Reaktionen auf Insektenstiche. Die Haut reagiert gereizt, geschwollen und schmerzhaft – Ausdruck eines überforderten Abwehrsystems.
Darüber hinaus wirkt Cardiospermum bei rheumatischen Beschwerden und entzündlichen Gelenkerkrankungen. Auch die Atemwege können betroffen sein, insbesondere bei allergischer Beteiligung.
Die Essenz reduziert entzündliche Reizzustände, wirkt abschwellend, schmerzlindernd und antiallergisch. Gleichzeitig unterstützt sie das Lösen chronischer Ablagerungen und Reaktionsmuster im Organismus.
Carduus marianus die Mariendistel
Carduus marianus ist ein zentrales Leber-Galle-Mittel. Die Leber zeigt ihren „Schmerz“ weniger durch akute Empfindungen als durch Müdigkeit, Schwere und Traurigkeit.
Typisch sind Gallenstauungen und Gallensteinkoliken, lehmfarbiger Stuhl, Völlegefühl, Gelbsucht sowie Stauungsfolgen im Pfortadersystem. Auch Hämorrhoiden, Krampfadern und andere venöse Stauungen stehen in engem Zusammenhang mit der gestörten Leberfunktion.
Carduus marianus wird unterstützend eingesetzt bei Leberzirrhose, chronischen Leberbe-lastungen und bei Wassersucht als Ausdruck einer tiefgreifenden Störung von Stoffwechsel und Ausscheidung.
Spagyrisch wirkt die Essenz gallesekretionsfördernd, stauungsmindernd und ordnend auf das gesamte hepatobiliäre System. Auch Niere und Blase werden in den Reinigungsprozess einbe-zogen.
Carum carvi der Kümmel
Carum carvi wirkt stärkend auf Magen und Pankreas und regt die Magensaftsekretion an. Es reinigt den Darm von krankhaftem Schleim und unterstützt eine geordnete Verdauung.
Typisch sind Blähungen, Völlegefühl und krampfartige Bauchschmerzen. Besonders bewährt ist Kümmel bei Magenkrämpfen und Blähungen von Säuglingen, deren Verdauungssystem noch empfindlich und leicht überfordert ist.
Darüber hinaus fördert Carum carvi die Milchsekretion bei Stillenden und wirkt unterstützend bei Milchmangel. Seine antimykotischen Eigenschaften machen es auch bei Darmpilzbelastungen wertvoll.
Chamomilla matricaria die Kamille
Chamomilla ist ein zentrales Mittel bei Überempfindlichkeit des Nervensystems mit außergewöhnlich hoher Schmerzempfindlichkeit. Typisch sind starke Reizbarkeit, Unruhe und Zustände, die sich nach Ärger oder emotionaler Erregung deutlich verschlechtern.
Das Spektrum reicht von Zahnschmerzen, neuralgischen Schmerzen und Lähmungskoliken bis hin zu Magenkrämpfen, Durchfällen und Periodenschmerzen. Besonders charakteristisch sind Schmerzen, die nicht ertragen werden können – das Schreien vor Schmerz gehört zum Bild.
Bei Säuglingen und Kleinkindern zeigt sich Chamomilla bei Durchfällen, Magen- und Darmkoliken, Dreimonatskoliken sowie bei Zahnungsbeschwerden, oft begleitet von Fieber und Unruhe.
Darüber hinaus wirkt Chamomilla unterstützend bei Stimmbandbelastungen, entzündlichen Schleimhautprozessen und Wundheilungsstörungen. Chamomilla ist angezeigt bei unerträglichen Zahnschmerzen, bei verzögerter Wundheilung nach zahnärztlichen Eingriffen sowie bei Zahnungsbeschwerden mit Durchfällen, Koliken und Fieber.
Auch Entzündungen der Mund- und Zahnfleischschleimhaut gehören zum klassischen Einsatzgebiet.
Chelidonium das Schöllkraut
Chelidonium ist ein klassisches Leber- und Gallenmittel mit ausgeprägter Rechtsseitigkeit. Typisch sind drückende oder schneidende Schmerzen unter dem rechten Schulterblatt, ein dicker gelblicher Zungenbelag sowie Beschwerden des hepatobiliären Systems.
Zum Wirkungsspektrum gehören Gallensteine, Gallenstau, Hepatitis, Pfortaderstauungen sowie Übelkeit, Gastritis und Kopfschmerzen. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und rheumatische Beschwerden zeigen häufig eine positive Reaktion auf Chelidonium.
Auf der Hautebene finden sich juckende Hauterkrankungen und Warzen als Ausdruck innerer Stauung. Darüber hinaus wird Chelidonium unterstützend eingesetzt zur Senkung des Augendrucks – ein Hinweis auf seine entlastende Wirkung bei innerem Druck.
China succirubra die Chinarinde
China ist ein zentrales Aufbau- und Kräftigungsmittel nach Säfteverlust – sei es durch Durchfälle, Blutungen, starkes Schwitzen, Stillen oder langandauernde Erkrankungen. Alle Organe erscheinen unterernährt und arbeiten infolgedessen minderwertig.
Typisch sind Herz- und Kreislaufschwäche mit kalten Händen und Füßen, allgemeine Kraftlosigkeit, Anämie sowie eine harnsaure Diathese und Dyskrasien. China verbessert die Blutbildung und Blutbeschaffenheit und wirkt dabei regulierend auf die Milz, die häufig vergrößert, hart und druckempfindlich ist. Weitere Leitsymptome sind übermäßiges Schwitzen, Schwindel, Ohrensausen sowie eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Licht. Blutungen – innerlich wie äußerlich – gehören ebenso zum Bild wie Magen- und Leberbeschwerden im Rahmen von Erschöpfung.
Cimicifuga das Wanzenkraut
Cimicifuga ist ein zentrales Frauenmittel mit östrogenähnlicher, regulierender Wirkung auf den Hormonhaushalt. Beschwerden gehen häufig von Störungen der weiblichen Geschlechtsorgane aus und äußern sich sowohl körperlich als auch seelisch.
Typisch ist ein Wechsel von körperlichen und psychischen Schmerzen: Myalgien, Neuralgien, Entzündungen kleiner Gelenke, Dysmenorrhoe sowie rheumatische Beschwerden verbinden sich mit Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressiver Verstimmung.
Leitsymptome sind Kopfschmerzen, die vom Nacken in die Augen ziehen, migräneartige Zustände, Ohrensausen sowie neuropathische Beschwerden. Auch eine harnsaure Diathese kann Teil des Bildes sein.
Cimicifuga wirkt schmerzstillend, hormonell ausgleichend und ordnend auf das vegetative Nervensystem.
Cistus incanus die Zistrose
Cistus incanus gilt als eines der wichtigsten Mittel bei Grippe- und Erkältungserkrankungen. Es wird eingesetzt bei akuten und chronischen viralen Belastungen, bei grippalen Infekten, Angina, Scharlach sowie bei fieberhaften Zuständen.
Typisch sind Schwellungen der Lymphdrüsen, Entzündungen der oberen Atemwege sowie eine ausgeprägte Trockenheit von Mund, Rachen und Kehlkopf. Auch Heiserkeit, Reiz- und Krampfhusten sowie zäher, grünlicher Schnupfen gehören zum Bild.
Darüber hinaus zeigt Cistus incanus Wirksamkeit bei Herpes-Infektionen, HBV-assoziierten Belastungen sowie bei Pilz- und bakteriellen Erkrankungen. Seine regulierende Wirkung auf das Immunsystem macht ihn zu einem wichtigen Mittel bei wiederkehrenden Infekten und geschwächter Abwehrlage.
Coffea der Kaffeestrauch
Coffea ist gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Überempfindlichkeit aller Sinne. Geräusche, Gerüche, Licht und Berührung werden intensiv wahrgenommen. Es besteht eine ungewöhnliche geistige und körperliche Lebhaftigkeit, oft verbunden mit reicher Phantasie und innerer Getriebenheit.
Beschwerden entstehen häufig als Folge freudiger Ereignisse oder positiver Erregung. Typisch sind Migräne, nervöse Kopfschmerzen, Herzklopfen, funktionelle Herzbeschwerden und Herz-schwäche. Coffea wirkt ausgleichend bei Hypo- wie auch bei Hypertonie, wenn diese nervlich bedingt sind.
Im Verdauungssystem zeigen sich Magen- und Darmbeschwerden mit Krampf, Koliken und Durchfällen. Coffea wird zudem als Gegenmittel bei Folgen von Alkohol- und Nikotinmissbrauch eingesetzt.