Inhaltsstoffe Übersicht- Arzneimittelbilder der spagyrischen Essenzen von Phönix Laboratorium GmbH
Iris versicolor die verschiedenfarbige Schwertlilie
Iris versicolor ist ein klassisches Mittel bei Migräne, besonders nach Stresssituationen oder geistiger Überanstrengung. Typisch sind Kopfschmerzen in Verbindung mit Magenbeschwerden: Sodbrennen, Magenkatarrh, saures Erbrechen und Durchfälle begleiten das Bild.
Die Wirkung erstreckt sich deutlich auf Leber, Galle und Pankreas sowie auf den Zwölffingerdarm. Leberschwellung, gestörte Gallensekretion und funktionelle Pankreas-belastungen gehören ebenso zum Arzneimittelbild wie Diabetes.
Charakteristisch ist die sogenannte Sonntagsmigräne: Beschwerden, die nach Anspannung auftreten, wenn Entspannung einsetzt. Neuralgien und Kopfschmerzen nach geistiger Arbeit unterstreichen den engen Zusammenhang zwischen Denken, Verdauung und Stoffwechsel.
Juniperus der Wacholder
Juniperus ist ein klassisches Nierenmittel sowie Blut- und Drüsenmittel. Er wird eingesetzt bei Gicht, Rheuma und Ödemen, insbesondere wenn diese mit Stauungen und Stoffwechselträgheit einhergehen.
Als Blutreinigungsmittel zeigt er Wirkung bei Hauterkrankungen und unterstützt die Ausleitung über Niere und Haut. Dysmenorrhoe kann Teil des Bildes sein, ebenso Asthma mit ausgeprägter Verschleimung, vor allem bei gleichzeitiger Niereninsuffizienz.
Juniperus fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel und die Verdauung an und wirkt antiseptisch auf ableitende Harnwege.
Mandragora die Alraune
Mandragora zeigt eine ausgeprägte Beziehung zum Nervensystem. Ihre Wirkung geht in Richtung Entspannung, Stimmungsaufhellung und Schmerzlinderung.
Typisch sind Überempfindlichkeit und nervöse Reizzustände mit krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und in der Muskulatur. Reizdarm, Magengeschwüre, Magenkrämpfe sowie Blähungen sprechen gut an.
Auch Gicht, Rheuma und muskuläre Verspannungen können Teil des Bildes sein. Begleitend treten Übelkeit, Erbrechen und allgemeine Magenbeschwerden auf, häufig verstärkt durch Reizmittel oder fettreiche Nahrung.
Melissa die Melisse
Melisse wirkt kräftigend und zugleich beruhigend bei nervösen Störungen von Gehirn, Herz sowie Magen- und Darmkanal. Herzklopfen, Unruhe, Schlaflosigkeit und Zustände geistiger Überarbeitung sprechen gut an.
Sie reguliert nervös bedingte Verdauungsstörungen, wirkt entkrampfend bei Magen-Darm-Beschwerden und unterstützt die Herzfunktion bei nervösen Herzbeschwerden. Migräne und Gedächtnisschwäche können Teil des Bildes sein, besonders wenn Stress und innere Unruhe vorausgehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die antivirale Wirkung, insbesondere bei Herpes-Infektionen (Fieberbläschen, Gürtelrose). Auch bei fieberhaften Zuständen und viralen Belastungen zeigt Melissa eine sanft regulierende Wirkung.
Nux vomica die Brechnuss
Nux vomica ist ein klassisches Mittel bei Reizüberflutung und großer Reizbarkeit. Typisch sind Kopfschmerzen nach geistiger Überanstrengung oder als Folge von Alkohol-, Kaffee- oder Medikamentenkonsum.
Das Mittel passt besonders zu Menschen mit sitzender Lebensweise, Schlaflosigkeit, schlechter Laune und innerer Getriebenheit. Verdauungsbeschwerden stehen häufig im Vordergrund: Völlegefühl, Magendruck, Sodbrennen, erfolgloser Stuhldrang sowie Verstopfung mit Hämorrhoiden.
Leberbeteiligungen mit Schwellung, erhöhter Blutdruck und Überempfindlichkeit der Augen gegen Licht sind charakteristisch. Flimmern, Funken sehen, Facialis-Beteiligung sowie Lähmungserscheinungen von Stimmbändern oder Blase können auftreten.
Im Mundbereich zeigen sich Bläschen oder Geschwüre der Zungenschleimhaut; ein Schwe-regefühl der Zunge führt zu undeutlicher, erschwerter Sprache. Der Geschmack ist unangenehm, faulig oder schwefelartig, oft schlimmer nach dem Essen, besonders morgens.
Okoubaka
Okoubaka wirkt spezifisch auf den Darm. Sie ist ein zentrales Mittel bei Verdauungsstörungen jeglicher Art, insbesondere nach Lebensmittelvergiftungen mit Durchfall, Erbrechen und allgemeiner Schwäche. Ein wesentlicher Wirkmechanismus liegt in der Regeneration und Stabilisierung der Darmflora. Okoubaka unterstützt den Wiederaufbau einer gesunden bakteriellen Balance und stimuliert zugleich das darmassoziierte Immunsystem.
Damit ist sie von großer Bedeutung bei den Folgen von Infektionen (nicht nur des Darms), bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Abwehrschwäche sowie nach Antibiotika- oder Medikamentenbelastung. Auch bei Diabetes mellitus kann Okoubaka unterstützend eingesetzt werden, insbesondere wenn Verdauung und Stoffwechsel beteiligt sind.
Orthosiphon stamineus der Katzenbart
Orthosiphon ist eine bedeutende Droge der Phytotherapie und wirkt vor allem als Nierenmittel. Er fördert die Ausscheidung von Kochsalz und stickstoffhaltigen Stoffwechselprodukten und entlastet damit das renale System.
Anwendungsgebiete sind chronische Nierenleiden, auch in fortgeschrittenen Stadien, bis hin zur Schrumpfniere. Orthosiphon unterstützt die Durchspülung der Nieren, ohne sie zu reizen, und trägt zur Entlastung des gesamten Stoffwechsels bei.
Paeonia officinalis die Pfingstrose (Gichtrose)
Paeonia ist ein klassisches Mittel bei Spasmen und Schließmuskelschwäche. Besonders betroffen sind Enddarm und Blase. Typisch sind Blasenbeschwerden mit tropfenweise abgehendem Urin, Stuhlinkontinenz sowie schmerzhafte Aftererkrankungen.
Hämorrhoiden mit brennenden und juckenden Afterschmerzen, oft begleitet von Kreuz-schmerzen, gehören ebenso zum Bild wie Spasmen im Enddarm und in der Blase. Darmkatarrhe mit kollerndem Leib unterstreichen die krampfartige Dynamik.
Bei Kindern zeigt sich Paeonia bewährt bei Zahnungskrämpfen, Koliken und nervöser Überer-regung. Auch rheumatische Beschwerden können Teil des Gesamtbildes sein.
Petasites die Pestwurz
Petasites ist ein ausgeprägtes Entzündungs- und Krampfmittel. Besonders wirksam zeigt sie sich bei Verkrampfungen der Muskulatur, vor allem im Bereich von Nacken und Schultergürtel, wo Spannung häufig in Kopfschmerzen und Migräne mündet.
Kopfschmerzen unterschiedlicher Genese, Migräne sowie allergische Geschehen gehören zum typischen Bild. Auch bei Heuschnupfen, asthmatischen Beschwerden und entzündlichen Prozessen der Atemwege wird Petasites erfolgreich eingesetzt.
Darüber hinaus wirkt sie hautreinigend und unterstützt die Heilung bei Wunden und Geschwüren, insbesondere wenn entzündliche und stauende Komponenten vorliegen.
Phytolacca die Kermesbeere
Phytolacca ist ein ausgeprägtes Mittel bei Schwellungen und stauungsbedingten Beschwerden. Besonders betroffen sind Mandeln, Lymphsystem und Drüsengewebe. Mandelentzündungen mit starker Schwellung und Schmerzen gehören ebenso zum Bild wie Lymphreaktionen nach Infektionen der Mandeln oder Zähne.
Heftige Muskel- und Nervenschmerzen, Muskelkrämpfe, Hexenschuss und Ischialgie treten häufig im Zusammenhang mit vorausgegangenen Infekten auf. Rheumatische Beschwerden nach Infektionen sind ein klassisches Anwendungsgebiet.
Phytolacca wirkt zudem bei Hämorrhoiden, Herzschmerzen stauungsbedingter Natur sowie bei gestauten Milchdrüsen (Milchstau, Mastitis). Hautausschläge, die jucken und brennen, zeigen ebenfalls eine gute Ansprechbarkeit.
Piper methysticum der Rauschpfeffer
Piper methysticum ist ein zentrales Stress- und Nervenmittel. Es wirkt ausgleichend bei Reizüberflutung, neurovegetativen Regulationsstörungen und vegetativer Dystonie.
Typisch sind Zustände von innerer Unruhe, Übermüdung durch körperliche oder psychische Überlastung sowie funktionelle Beschwerden ohne organischen Befund. Piper wirkt beruhigend bei Angstzuständen, insbesondere vor Operationen oder in Phasen starker innerer Anspannung.
Vegetativ bedingte Herz- und Kreislaufbeschwerden, Herz- und Magenneurosen, Kopfschmerzen, Gastritis sowie funktionelle Magen-Darm-Beschwerden sprechen gut an. Auch bei Neurodermitis, nervösen Hautreaktionen, Globusgefühl („Kloß im Hals“), Nervenschmerzen und rheumatischen Beschwerden entfaltet Piper seine ausgleichende Wirkung. Alle Effekte treten ohne Leistungsverminderung ein – ein zentrales Kennzeichen dieser Essenz.
Plumbum aceticum spag. - Bleiacetat
Plumbum aceticum zeigt sich besonders bei schweren, schmerzhaften Koliken des Magen-Darm-Traktes. Typisch sind Blähungen mit heftigsten Bauchkrämpfen, begleitet von hartem, knotigem Stuhl und erschwerter oder blockierter Ausscheidung. Neuritiden und Nervenentzündungen gehören ebenso zum Bild wie Parotitis (Entzündung der Ohrspeicheldrüse). Auf cerebraler Ebene zeigt sich Plumbum bei Durchblutungsstörungen des Gehirns, Gedächtnisverlust, geistiger Verlangsamung bis hin zu Apathie. Im urogenitalen Bereich finden sich Hämaturie, krampfhafte Blasenstörungen und die Unfähigkeit, Urin zu lassen. Blinddarmentzündungen oder Blinddarmreizungen mit ausgeprägter Berührungsempfindlichkeit sind ein klassisches Einsatzgebiet. Langfristig weist Plumbum auf degenerative Prozesse hin, etwa Verkalkungen, Netzhautdegeneration bei Hypertonie sowie chronische Nervenschädigungen.
Propolis der Bienenkittharz
Propolis ist ein ausgeprägtes Entzündungs- und Infektmittel mit breitem Wirkungsspektrum. Es wirkt aktiv gegen Bakterien, Viren und Pilze und eignet sich daher bei akuten wie chronischen Entzündungen.
Typische Einsatzgebiete sind grippale Infekte, Halsschmerzen, Herpes, Ohrenschmerzen sowie allergische Reaktionen. Auch bei Ekzemen, Mykosen und anderen entzündlichen Hauter-krankungen zeigt Propolis eine deutliche Wirkung.
Im Bewegungsapparat wird es bei Rheuma, Arthrose, Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt, insbesondere wenn entzündliche Prozesse und Infektfolgen beteiligt sind. Propolis fördert zudem die Geweberegeneration und Wundheilung, etwa nach Verletzungen, Prellungen, Verbrennungen oder chirurgischen Eingriffen.
Raphanus sativa der schwarz Rettich
Raphanus niger ist ein ausgeprägtes Leber-Galle- und Verdauungsmittel. Typisch sind Stauungen im Gallesystem mit Neigung zu Gallensteinbildung, Blähungen und Verdauungsschwäche. Auch paralytischer Ileus und funktionelle Darmträgheit gehören zum Bild.
Auf der Atemebene zeigt sich das Mittel bei chronischen Bronchialkatarrhen, insbesondere wenn diese mit zähem Schleim und allgemeiner Stoffwechselbelastung einhergehen. Fettige Haut weist zusätzlich auf eine gestörte Ausleitung über Leber und Galle hin.
Betroffene glauben häufig, an einer unentdeckten schweren Erkrankung zu leiden – ein Ausdruck innerer Stauung, die sich bis in die Gedankenwelt fortsetzt.
Rheum rhaponticum der Rhapontikrhabarber
Rheum rhaponticum hat eine hormonmodulierende Wirkung, insbesondere in den Wech-seljahren. Charakteristisch ist seine östrogenmodulierende Wirkung, ohne an klassische Östro-genrezeptoren zu binden (Tamoxifen ähnlichen Wirkung). Dadurch wirkt es regulierend, ohne proliferative Reize zu setzen – ein wesentliches Merkmal seines Sicherheitsprofils.
Typische Beschwerden sind Menstruationsunregelmäßigkeiten, Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Nervosität und Schlaflosigkeit. Das Mittel wirkt stabilisierend auf das vegetative Nervensystem und harmonisiert hormonell bedingte Schwankungen von Temperatur, Stimmung und Schlaf-Wach-Rhythmus.
Rhust tox. der Giftsumach
Rhus toxicodendron ist ein ausgeprägtes Akutmittel bei Überdehnung, Zerrung und Reizung von Sehnen, Gelenkbändern und Muskulatur. Typisch sind Schmerzen, Steifheit und Bewegungs-einschränkung, die sich in Ruhe verschlechtern und durch Bewegung bessern.
Rheumatische Beschwerden, rheumatisches Fieber sowie Schmerzen nach Erkältungen, insbesondere wenn diese durch Feuchtigkeit und Kälte ausgelöst wurden, gehören zum klassischen Bild.
Auf der Haut zeigt Rhus tox. bläschenartige, stark juckende, nässende und brennende Ausschläge, Flechten und urtikarielle Reaktionen. Auch bei fieberhaften Zuständen nach Erkältungen tritt häufig eine ausgeprägte Unruhe auf.
Begleitend findet sich nicht selten eine dunkel belegte Zunge mit rötlich-schmutzigen Flecken, Ausdruck eines entzündlich-toxischen Reizzustandes.
Rosmarinus off. der Rosmarin
Rosmarinus officinalis wirkt durchblutungsfördernd, herz- und kreislaufanregend sowie allgemein wärmend. Besonders bewährt ist er bei Hypotonie, Erschöpfung und vegetativer Schwäche.
Auf der Verdauungsebene zeigt Rosmarin Wirkung bei Darmstörungen mit Blähungen und Krämpfen, bei Verdauungsschwäche sowie bei funktionellen Beschwerden des Magen-Darm-Traktes. Auch bei Gelenkentzündungen und Regelstörungen findet Rosmarin Anwendung. Über Darm und Nieren wirkt er ausscheidend und unterstützt so die Ausleitung bei Hautausschlägen und stoffwechselbedingten Belastungen.
Salvia off. der Salbei
Salvia officinalis ist ein bewährtes Entzündungs- und Schleimhautmittel, insbesondere im HNO-Bereich. Typische Einsatzgebiete sind Angina, Mund- und Zahnfleischentzündungen, Aphthen sowie Rachen- und Kehlkopfentzündungen.
Auch bei Katarrhen der Bronchien, schleimigem Husten mit Rachenbeteiligung sowie bei entzündlichen Prozessen der Nieren entfaltet Salbei seine Wirkung, besonders wenn diese mit übermäßiger Schweißabsonderung einhergehen.
Salbei wirkt adstringierend, fungistatisch, antibakteriell und virusstatisch. Gleichzeitig fördert er geordnet die Sekretion dort, wo sie funktionell notwendig ist, und hemmt übermäßiges Schwitzen.
Seine östrogenähnliche Wirkung macht ihn zu einem wichtigen Begleitmittel bei klimakterischen Beschwerden, insbesondere bei nächtlichen Hitzewallungen und Schweißausbrüchen.
Solidago virgaurea die echte Goldrute
Solidago virgaurea ist ein klassisches Nieren- und Ausleitungsmittel. Sie eignet sich hervorragend zur Durchspülungstherapie, da sie die Nierenfunktion anregt, ohne das Nierenparenchym zu reizen.
Typische Einsatzgebiete sind Nierenentzündungen, Nierensteine, Miktionsbeschwerden sowie funktionelle Blasenprobleme. Auch bei Gicht, Rheuma, Arthritis und stoffwechselbedingten Hauterkrankungen zeigt Solidago eine deutliche Wirkung.
Begleitend finden sich häufig dumpfe Kopfschmerzen und eine dick belegte Zunge in Verbindung mit Nierenbelastungen – Zeichen einer gestörten inneren Ausscheidung, die durch Solidago reguliert werden kann.
Zusätzlich wirkt sie adstringierend auf Wunden und Schleimhäute und unterstützt deren Regeneration.
Stellaria media die Vogelmiere
Stellaria media ist ein klassisches Mittel bei wandernden rheumatischen Schmerzen, die verschiedene Körperregionen betreffen und sich besonders morgens verschlimmern. Typisch sind Steifheit der Gelenke, Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Oberschenkel sowie Schmerzen in Schultern und Armen.
Als Mondpflanze wirkt sie regulierend bei entzündlichen Prozessen mit Flüssigkeitsbeteiligung. Sie wird eingesetzt bei Lungenkatarrhen mit blutigem Auswurf, bei Hautausschlägen – vor allem im Kindesalter – sowie bei schlecht heilenden Wunden.
Auch bei Augenreizungen mit vermehrtem Tränenfluss („Augenwasser“) zeigt Stellaria eine gute Wirkung.
Taraxacum der Löwenzahn
Taraxacum ist ein zentrales Leber- und Gallemittel. Es regt die Gallensekretion an, unterstützt die Leberentgiftung und wirkt als umfassendes Ausscheidungs- und Blutreinigungsmittel.
Typische Zeichen sind Landkartenzunge, Kopfschmerzen, Gelbsucht, Gallekoliken sowie Hämorrhoiden. Taraxacum löst tief verankerte Giftstoffe, reguliert den Säureüberschuss und steigert die Durchblutung des Bindegewebes.
Auf den Stoffwechsel wirkt es unterstützend bei Diabetes, Gicht und Rheuma. Gleichzeitig fördert es die Nierentätigkeit und wirkt aufbauend auf die Schleimhäute – ein Hinweis auf seine regulierende Wirkung zwischen Abbau und Regeneration.
Tartarus depurates spag. der Weinstein
Tartarus depuratus wirkt bei Ablagerungs- und Steinleiden aller Art. Klassisch sind Gicht, Harnsäureablagerungen, Nieren- und Gallensteine sowie degenerative Prozesse des Bewegungsapparates.
Auf der Atemebene zeigt sich das Mittel bei chronischer Bronchitis, Asthma und Krampfhusten, insbesondere wenn zäher Schleim und lange bestehende Verhärtungen im Gewebe vorliegen.
Weiterhin findet es Anwendung bei Wassersucht, Herzinsuffizienz mit Stauungstendenz sowie bei Magen-Darm-Beschwerden wie Gastritis, Schleimhautgeschwüren und Brechdurchfällen. Auch Muskelkrämpfe, Ischias und Rückenbeschwerden können Ausdruck eines inneren Kristallisationsprozesses sein.
Thuja der abendländische Lebensbaum
Thuja zeigt sich bei Konstitutionsverschlechterung nach Infekten oder Impfungen, bei chronischer Vergiftung und bei langanhaltender Belastung des Immunsystems. Typisch sind stinkender Schweiß, venöse Stauungen, chronische Mandelschwellungen, Hämorrhoiden sowie rheumatische Beschwerden und Gicht.
Auf der Hautebene finden sich Warzen, Polypen, Hautwucherungen, spröde und rissige Nägel – Ausdruck einer gestörten Abgrenzung zwischen innen und außen.
Begleitend treten häufig Migräne, Neuralgien, Sinusitis sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit der Atemwege auf.
Tropaeolum die Kapuzinerkresse
Tropaeolum majus wird bei Infektionen aller Art eingesetzt, insbesondere bei Erkrankungen der Atemwege und der Harnwege. Die spagyrische Essenz wird über diese Ausscheidungsorgane eliminiert und wirkt dort desinfizierend.
Typisch sind wiederkehrende oder beginnende Infekte der oberen Luftwege, Blasenaffektionen sowie leichte bis mittelgradige bakterielle Belastungen. Zusätzlich zeigt sich eine immunregulierende und kräftigende Wirkung, die den gesamten Organismus belebt.
Urtica urens die kleine Brennnessel
Typisch sind nesselsuchtartige Hautreaktionen mit brennendem Erythem, Quaddeln, juckenden Flechten und Herpes labialis. Häufig besteht eine Verbindung zu rheumatischen Beschwerden, Gicht oder Nierenbelastung. Die Haut fungiert als Ersatzausscheidungsorgan, wenn Niere, Leber oder Lymphe überlastet sind. Urtica urens bringt hier Entlastung, indem sie Ausscheidung anregt und entzündliche Stoffwechselreste mobilisiert.
Besonders bewährt ist sie als Ausleitungsmittel nach Cortison-Gaben, wenn der Körper wieder lernen soll, eigenständig zu regulieren.