Inhaltsstoffe Übersicht- Arzneimittelbilder der spagyrischen Essenzen von Phönix Laboratorium GmbH
Colocynthis (Citrullus) e fructibus sicc. Glückselig Dil. D4 die Koloquinte
Citrullus colocynthis ist ein klassisches Nerven- und Krampfmittel. Es wirkt bei schmerzhaften Krämpfen des Magen-Darm-Kanals, des Gallensystems und der Harnorgane. Typisch sind kolikartige Schmerzen, die heftig, stechend und oft wellenförmig auftreten.
Ein zentrales Wirkungsfeld ist das Nervensystem: Nervenentzündungen und Neuralgien, insbesondere im Bereich des Gesichts, des Auges und des Ohres, reagieren deutlich auf Colocynthis. Besonders bewährt ist es bei Läsionen und Reizungen des Nervus trigeminus sowie bei Ischiasbeschwerden.
Weitere Einsatzgebiete sind Gicht, rheumatische Beschwerden, Taubheitsgefühle sowie Nieren- und Gallenkoliken. Als stark wirksames Abführmittel (Drastikum) wurde Colocynthis traditionell zur raschen Darmentleerung eingesetzt – spagyrisch wird diese Eigenschaft gezielt und regulierend genutzt.
Convallaria majalis Glückselig Dil. D3 das Maiglöckchen
Convallaria ist ein klassisches Herzmittel bei funktionellen und organischen Herzleiden. Typisch sind Atemnot bereits bei geringer körperlicher Anstrengung, Herzklopfen, ein schwacher, unregelmäßiger oder aussetzender Puls sowie Zeichen von Stauung und Ödemen. Das Mittel wird bei chronischen und akuten Herzklappenfehlern eingesetzt sowie bei Herzschwäche im Alter. Auch nach Nikotinbelastung oder -vergiftung zeigt Convallaria eine regulierende Wirkung auf Herz und Kreislauf.
In der Spagyrik wird Convallaria – ähnlich wie Digitalis – als Herzmittel verwendet, jedoch mit sanfterer, ausgleichender Wirkung. Darüber hinaus besitzt es eine Beziehung zum Auge, was auf die enge Verbindung zwischen Herzrhythmus, Durchblutung und Wahrnehmung hinweist.
Traditionell kann Convallaria auch geburtsvorbereitend bzw. -einleitend eingesetzt werden, was seine rhythmusgebende Kraft unterstreicht.
Crataegus der Weißdorn
Crataegus ist ein klassisches Herz- und Kreislaufmittel bei altersbedingter Herzschwäche sowie bei Herzbelastungen im Gefolge von Infektionskrankheiten.
Die Essenz stärkt den Herzmuskel, verbessert die Durchblutung des Herzmuskels, reguliert den Herzrhythmus und harmonisiert die Blutdruckverhältnisse. Typisch sind Druck- und Beklemmungsgefühle in der Herzgegend, insbesondere wenn die Herzschwäche auf arteriosklerotischen Veränderungen beruht.
Auch krampfartige Herzschmerzen und Angina-pectoris-Beschwerden gehören zum Wirkungsspektrum. Crataegus wirkt dabei ausgleichend, nicht fordernd, und eignet sich besonders für die langfristige Anwendung.
Cuprum sulfuricum spag. - Kupfersulfat
Cuprum sulfuricum ist ein klassisches Mittel bei spastischen Zuständen. Besonders bewährt ist es bei spastischem Asthma, Krämpfen der Atemmuskulatur sowie bei nächtlichem Krampf- und Keuchhusten.
Auch Krämpfe der glatten und quergestreiften Muskulatur sprechen gut an: Muskelkrämpfe, Ischiasbeschwerden, Rückenprobleme sowie krampfartige Schmerzen innerer Organe gehören zum Wirkungsspektrum.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Zuständen geistiger und körperlicher Erschöpfung infolge von Überanstrengung oder Schlafmangel. Hier wirkt Cuprum ausgleichend auf das vegetative Nervensystem und unterstützt die Wiederherstellung des inneren Rhythmus.
Als Venusmetall steht Kupfer in enger Beziehung zu den Nieren – den klassischen Venusorganen. In spagyrischen Zubereitungen kann die Kombination mit Venuspflanzen die harmonisierende Wirkung vertiefen.
Cynara die Artischocke
Cynara ist ein klassisches Leber- und Gallemittel. Sie wird eingesetzt bei Leberentzündungen, funktioneller Leberbelastung und zur Unterstützung der Leberentgiftung.
Typisch sind Gallenstauungen, erhöhte Cholesterinwerte sowie Beschwerden eines verlang-samten Fett- und Stoffwechsels. Auch Nervenschmerzen können auftreten, wenn Stoffwech-selprodukte nicht ausreichend verarbeitet und ausgeleitet werden.
Cynara wirkt leberschützend und gleichzeitig leberfunktionsanregend. Sie fördert die Gallensekretion, unterstützt die Fettverdauung und wirkt harntreibend, wodurch auch die Nieren in den Entlastungsprozess einbezogen werden.
Digitalis purpurea der rote Fingerhut
Digitalis ist ein klassisches Herz- und Kreislaufmittel bei ausgeprägter Herzschwäche. Es wird eingesetzt bei verlangsamtem Puls, eingeschränkter Herzleistung und Stauungszuständen.
Typisch sind Erstickungsanfälle, Atemnot sowie Wassersucht mit Stauungen in Lunge, Leber und Nieren. Begleitend können Migräne, Schwindel, starke Erregung und Schlaflosigkeit auftreten.
Ein zentrales Kennzeichen ist die große Erschöpfung bei gleichzeitigen inneren Getrieben sein. Kalter Schweiß, Schwächegefühl und das Empfinden, dass das Herz „nicht mehr schlägt“, prägen das Bild.
Spagyrisch eingesetzt wirkt Digitalis ordnend auf den Herzrhythmus und stärkend auf die Herzleistung, wenn diese deutlich herabgesetzt ist.
Dioscorea villosa die zottige Yamswurzel
Dioscorea ist ein klassisches Frauenmittel mit progesteronähnlicher, hormonell ausgleichender Wirkung. Sie wird eingesetzt bei PMS, Wechseljahresbeschwerden und unerfülltem Kinderwunsch, insbesondere wenn hormonelle Dysbalancen im Vordergrund stehen.
Typisch sind krampfartige Schmerzen: Darmkoliken, Magenkrämpfe, morgendliche Durchfälle mit ausgeprägter Blähung, Luftaufstoßen sowie funktionelle Verdauungsstörungen.
Darüber hinaus zeigt Dioscorea Wirkung bei Muskel- und Nervenschmerzen, Hexenschuss, rheumatischen Beschwerden sowie bei Angina-pectoris-ähnlichen Schmerzen, wenn diese krampf- und spannungsbedingt sind.
Spagyrisch unterstützt Dioscorea die Anpassungsfähigkeit des Organismus an innere und äußere Einflüsse und verbessert die sogenannte „Umweltverträglichkeit“.
Dipsacus silvestris die wilde Karde
Dipsacus wird eingesetzt bei chronischen Stoffwechsel- und Entzündungsprozessen wie Gicht, Arthritis und Rheuma. Auch Wassersucht, Gelbsucht sowie Gallenbeschwerden gehören zum Wirkungsspektrum und weisen auf tieferliegende Stauungs- und Ausleitungsprobleme hin.
Auf der Hautebene zeigt sich Dipsacus bei Akne, akneähnlichen Hauterkrankungen, Warzen und Fisteln – häufig als Ausdruck innerer Belastung und unvollständiger Ausscheidung.
Ein zentrales Einsatzgebiet ist die unterstützende Behandlung der Borreliose. Hier wirkt Dipsacus ausleitend, regulierend und stärkend auf die Abwehrkräfte, insbesondere bei langwierigen oder schwer greifbaren Verläufen.
Drosera der Sonnentau
Drosera ist ein zentrales Mittel bei krampfartigen Hustenanfällen mit wenig Auswurf. Typisch sind anfallsweiser, keuchender Husten, der sich nachts und insbesondere nach Mitternacht deutlich verschlimmert.
Besonders bewährt ist Drosera bei Keuchhusten, Krupphusten sowie bei Hustenanfällen mit Erbrechen. Auch bei Reiz- und Krampfhusten sowie als unterstützendes Mittel bei Asthma bronchiale zeigt Drosera eine klare Wirkung.
Der Husten ist trocken, spastisch und erschöpfend, mit dem Gefühl, nicht richtig Luft zu bekommen. Neben den Atemwegen kann Drosera auch bei rheumatischen Beschwerden angezeigt sein, wenn diese mit innerer Verhärtung verbunden sind.
Dryopteris filix mas der Wurmfahrn
Dryopteris wird eingesetzt bei überschießenden Prozessen des Organismus. Dazu zählen überaktive Drüsen- und Stoffwechselvorgänge, entzündliche Reizzustände sowie spastische Prozesse, die einer Beruhigung und Abkühlung bedürfen.
Typisch sind Schwindel, Benommenheit und Ohnmachtsneigung als Ausdruck einer gestörten Regulation zwischen Stoffwechsel, Kreislauf und Nervensystem. Begleitend können zunehmende Sehschwäche, Erbrechen und Durchfälle auftreten.
Als klassisches Wurmmittel wirkt Dryopteris auf parasitäre Belastungen, die dem Organismus Energie entziehen und ihn langfristig schwächen. Spagyrisch wird diese Wirkung in ein regulierendes Gesamtkonzept eingebettet.
Echinacea die Kegelblume
Echinacea ist ein zentrales Entzündungs- und Immunmittel. Sie wird eingesetzt bei septischen Zuständen mit ausgeprägter Schwäche, Zerschlagenheitsgefühl und verminderter Abwehrkraft.
Typisch sind Infektionskrankheiten mit Neigung zu Eiterung und Abszessbildung: Furunkel, eitrige Entzündungen, Blinddarmentzündung sowie entzündlich bedingter Durchfall. Auch bei allergischen Reaktionen zeigt Echinacea eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem.
Darüber hinaus kann Echinacea unterstützend wirken bei Herzschwäche und geistiger Trägheit, wenn diese im Zusammenhang mit Infekten oder chronischer Abwehrbelastung stehen. Entzündungen werden schneller abgebaut, Beschwerden klingen zügiger ab.
Eleutherococcus die Taigawurzel
Eleutherococcus ist ein bewährtes Aufbaumittel in körperlichen und seelischen Stresssituationen. Er verbessert die allgemeine Leistungsfähigkeit, fördert die Durchblutung und tonisiert die Nierenenergie als Quelle von Vitalität und Durchhaltevermögen.
Typisch ist eine verminderte Belastbarkeit mit schneller Erschöpfung, Konzentrationsschwäche und Hypotonie. Der Organismus reagiert empfindlich auf Stress, verarbeitet Belastungen nur unzureichend und regeneriert schlecht.
Eleutherococcus unterstützt die Stressverarbeitung, wirkt adaptogen und hilft dem Körper, sich wechselnden Anforderungen besser anzupassen. Zusätzlich zeigt er regulierende Effekte auf den Stoffwechsel, mit Senkung erhöhter Blutzucker- und Cholesterinwerte. Seine antivirale Wirkung macht ihn zudem geeignet zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten.
Equisetum arvense das Zinnkraut
Equisetum ist ein klassisches Nieren- und Blasenmittel. Typisch ist ein wundes Gefühl in der Blase, Brennen am Ende des Urinierens, häufiger oder unwillkürlicher Harndrang sowie tropfenweiser Harnabgang. Auch Bettnässen und Reizblasenbeschwerden gehören zum Bild.
Darüber hinaus wirkt Equisetum auf das Bindegewebe und wird als Ausleitungs- und Entgiftungsmittel eingesetzt, unter anderem bei Cellulitis. Als Frauenmittel unterstützt es die Rückbildung und fördert die Aufnahme von Silicea, wodurch Haut, Haare, Nägel und Knochen gestärkt werden.
Spagyrisch wirkt Equisetum regulierend auf den Flüssigkeitshaushalt, ohne das Nieren-parenchym zu reizen.
Eupatorium perfoliatum der Wasserhanf
Eupatorium ist ein ausgeprägtes Mittel bei fieberhaften Infekten mit starkem Zerschla-genheitsgefühl. Typisch sind erhebliche Knochenschmerzen, als würden die Knochen „brechen“, besonders bei grippalen Erkrankungen und Wechselfieber.
Begleitend treten Gelenkschmerzen nach Infekten, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel sowie rheumatische und rheumaähnliche Zustände auf. Auch Augenschmerzen können Ausdruck der tiefgreifenden Beteiligung sein.
Eupatorium wirkt auf die Schleimhäute der Bronchien und ist angezeigt bei Fließschnupfen, Heiserkeit und schmerzhaftem Husten im Rahmen grippaler Infekte. Die Symptome sind häufig diffus, generalisiert und wechselhaft – Schmerzen und Unwohlsein sind „überall verteilt“. Spagyrisch wirkt Eupatorium schweiß- und harntreibend, schmerzlindernd, tonisierend und immunstimulierend. Es eignet sich besonders für plötzlich einsetzende oder rasch eskalierende Krankheitszustände.
Euphrasia officinalis der Augentrost
Euphrasia ist ein klassisches Mittel bei Augen- und Nasenkatarrhen. Typisch sind gerötete, geschwollene und brennende Lidränder, tränende Augen mit Lichtscheu sowie morgens verklebte Lider.
Kennzeichnend ist der Gegensatz zu Allium cepa: scharfe Tränen bei mildem Schnupfen. Euphrasia zeigt sich daher besonders bei Heuschnupfen mit starker Augenbeteiligung.
Weitere Einsatzgebiete sind Bindehautentzündungen, Gerstenkorn, Lichtüberempfindlichkeit, Reizungen durch Kontaktlinsen sowie Hornhauttrübungen. Die Schleimhäute reagieren empfind-lich auf Licht, Wärme und Berührung.
Euspongia officinalis der Meerschwamm
Euspongia wird eingesetzt bei rheumatischen Beschwerden und Schleimhautentzündungen. Sie wirkt mild entzündungs- und schmerzlindernd sowie harntreibend und schweißtreibend.
Ein zentrales Einsatzgebiet sind Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere bei Schilddrüsenüberfunktion, Kropfbildung und Basedow-ähnlichen Zuständen. Hier zeigt Euspongia eine regulierende Wirkung auf den hormonellen Stoffwechsel.
Typisch sind Heiserkeit mit wiederkehrendem trockenem Reizhusten sowie Beschwerden der Atemwege, die sich hart, trocken und reizend zeigen. Auch Herzbeschwerden mit unregelmäßigem, schwachem Puls, Atemnot und stechenden Herzschmerzen gehören zum Bild, besonders wenn diese mit innerer Unruhe verbunden sind.
Filipendula ulmaria das Mädesüß
Filipendula ist ein bewährtes Mittel bei rheumatischen Beschwerden, Gicht und schmerzhaften Zuständen des Bewegungsapparates. Sie wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend, ohne die Schleimhäute zu belasten, und eignet sich daher besonders bei empfindlichen Personen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem Schutz und der Regeneration der Schleimhäute, etwa bei Magen- und Darmreizungen sowie bei Ulcusneigenden Zuständen.
Darüber hinaus wirkt Filipendula auf Niere und Blase: trüber Urin, Reizblase und Ödeme im Unterhautzellgewebe sprechen gut an. Sie fördert die Ausscheidung über Harn und Schweiß und unterstützt die Entlastung des Lymphsystems. Herzbeschwerden mit unregelmäßigem Puls sowie grippale Infekte können Teil des Bildes sein. Hautjucken am ganzen Körper wird spagyrisch als Ausdruck eines aktiven Ausscheidungsprozesses verstanden.
Gelsemium der wilde Jasmin
Gelsemium wirkt vor allem auf das zentrale und vegetative Nervensystem. Es ist ein wichtiges Mittel bei nervösen Zuständen mit Zittern, Schwäche, Schwindel und Benommenheit.
Als Analgetikum zeigt es Wirkung bei Kopf- und Nervenschmerzen, Migräne sowie bei neuralgischen Beschwerden, insbesondere wenn diese durch Aufregung oder Erwartungsstress ausgelöst werden.
Gelsemium ist zudem ein bedeutendes Grippemittel, sowohl im akuten Stadium als auch zur Nachbehandlung, wenn Erschöpfung, Schweregefühl und nervöse Schwäche zurückbleiben. Lampenfieber, Prüfungsangst und Reisekrankheit gehören ebenfalls zum typischen Einsatzgebiet.
Ginkgo der Ginkgobaum
Ginkgo ist ein bewährtes Mittel zur Förderung der Durchblutung, insbesondere des Gehirns, ohne dabei Herzfrequenz oder Blutdruck wesentlich zu beeinflussen. Er verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und stabilisiert Gefäßtonus und Gefäßpermeabilität. Typisch sind arterielle Durchblutungsstörungen mit Schwindel, Ohrensausen (Tinnitus), Gedächtnisstörungen bis hin zu dementiellen Veränderungen. Kalte Hände und Füße sowie Wadenschmerzen weisen auf periphere Durchblutungsprobleme hin, die ebenfalls gut ansprechen. Ginkgo wirkt klärend auf die geistige Ebene, unterstützt Konzentration, Merkfähigkeit und mentale Präsenz – besonders im Alter, aber auch bei stressbedingter geistiger Ermüdung.
Granatum der Granatapfel
Granatum ist ein ausgeprägtes Hormonmittel. Es harmonisiert den Hormonhaushalt in den Wechseljahren und wirkt ausgleichend auf das gesamte endokrine System.
Auch in der Pubertät kann Granatum angezeigt sein, insbesondere wenn die hormonelle Ent-wicklung deutlich zu früh oder zu spät einsetzt. Der Granatapfel wirkt hier regulierend und unterstützend, ohne zu forcieren.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind Prostatabeschwerden, auch bei hormonellen Verschiebungen des Mannes, etwa bei Östrogendominanz infolge veränderter Aromatase-Aktivität.
Begleitend können Gichtbeschwerden in den Fingergelenken, Juckreiz der Hände sowie ein anhaltendes Hungergefühl auftreten – Hinweise auf eine gestörte Hormonstoffwechsel bedingte Regulation.
Humulus lupulus der Hopfen
Hopfen wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. Er ist angezeigt bei Erregungszuständen, nervöser Unruhe und Schlafstörungen, insbesondere wenn der Schlaf oberflächlich, unruhig oder nicht erholsam ist.
Dabei beruhigt Hopfen, ohne müde zu machen, und fördert einen natürlichen Übergang in den Schlaf. Seine östrogenartige Wirkung macht ihn zusätzlich zu einem wertvollen Mittel bei hormonell bedingten Beschwerden, etwa im Rahmen der Wechseljahre oder bei Periodenstörungen.
Hydrargyrum bichloratum spag.
Hydrargyrum bichloratum ist ein ausgeprägtes Mittel bei hochakuten Schleimhautentzündungen. Typisch ist ein kriechender Frost zu Beginn einer Erkältung, gefolgt von rasch einsetzenden entzündlichen Prozessen.
Betroffen sind insbesondere die Schleimhäute der Augen, der Mundhöhle, der Mandeln, der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes, des Dick- und Enddarms sowie der ableitenden Harnwege und Nieren. Kennzeichnend sind übelriechende Absonderungen, faulig riechender Schweiß, zäher Schleim sowie eine ausgeprägte Entzündungsneigung der Lymphdrüsen. Auch Mandelentzündungen, Blinddarmentzündungen, Leber- und Nierenentzündungen gehören zum Bild. Begleitend treten rheumatische, gichtige, ziehende und stechend, reißende Schmerzen in Gelenken und Gliedern auf. Kopfschmerzen zeigen sich häufig drückend oder spannungsartig, „wie in einem Schraubstock“, besonders über der Nasenwurzel.
Hydrastis - Kanadische Gelbwurz
Hydrastis ist ein klassisches Schleimhautmittel. Typisch sind Schleimhautkatarrhe mit dickem, gelbem, fadenziehendem Schleim, insbesondere im Bereich der Nasennebenhöhlen. Sinusitis mit zähem Sekret, chronischer Schnupfen und Heiserkeit gehören zum Bild.
Im Verdauungstrakt zeigt sich Hydrastis bei Magengeschwüren, einem ausgeprägten Leeregefühl im Magen sowie bei Obstipation mit hartem Stuhl und Hämorrhoiden. Die Schleimhäute sind reizarm, trocken und funktionell geschwächt.
Hydrastis wird auch eingesetzt bei Blasenschleimhautentzündung, Fluor albus sowie bei Myomblutungen. Leberbeteiligungen mit Schwellung, Gallensteinen und Gelbsucht weisen auf eine tieferliegende Stoffwechselschwäche hin.
Kennzeichnend ist eine allgemeine Schwäche bis hin zur Hinfälligkeit, besonders bei langsam fortschreitenden Leiden und im höheren Lebensalter. In schweren Fällen zeigt sich ein Bild von Auszehrung und Kachexie.
Hypericum das Johanniskraut
Johanniskraut ist ein zentrales Nervenmittel. Es wirkt besonders bei heftigen Schmerzen nach Verletzungen von Nerven, nach Operationen sowie bei Stich- und Schnittverletzungen (Nadeln, Splitter). Neuralgien, Ischialgien und nervenbedingte Rückenschmerzen gehören ebenso zum Bild wie Folgen von Gehirnerschütterung.
Entzündliche Hautzustände, etwa Sonnenbrand, sowie Gürtelrose sprechen gut an. Typisch sind Kribbeln, Ameisenlaufen und Überempfindlichkeit gegenüber Berührung. Hypericum zeigt zudem gute Erfolge bei Bettnässen und Schlafstörungen, wenn eine nervöse Komponente im Vordergrund steht.
Imperatoria die Meisterwurz
Imperatoria ist ein klassisches Tonicum amarum. Sie bewegt das Qi der Leber und wirkt stark tonisierend auf Magen, Leber, Galle und Pankreas. Besonders bewährt ist sie bei äußeren und inneren Vergiftungen, etwa durch verdorbene Nahrungsmittel oder Umweltgifte, sowie bei Lebensmittelvergiftungen. Die Meisterwurz regt den Appetit an und wird unterstützend bei Kachexie, auch im Rahmen onkologischer Therapien, eingesetzt. Blähungen, Völlegefühl und Verdauungsschwäche sprechen ebenso an wie Gicht und rheumatische Beschwerden. Im Bereich der Atemwege wirkt Imperatoria bei Bronchialkatarrhen mit zähem Schleim. Darüber hinaus fördert sie den Gehirnstoffwechsel und unterstützt geistige Klarheit und Wachheit, insbesondere im höheren Lebensalter.